Hirse – ein großes Problem bei Rasenansaaten im Sommer

Ob Hühnerhirse, Fingerhirse oder Borstenhirse – eines haben sie alle gemeinsam: Gerade in den Sommermonaten können sie auf Rasenflächen erhebliche Probleme verursachen.

Hirsearten sind einjährige, wärmeliebende Gräser. Sie keimen erst bei Bodentemperaturen von etwa 20 bis 22 °C und ausreichend Licht. Eine einzelne Pflanze kann bis zu 15.000 Samen bilden, die mehrere Jahre im Boden überdauern können. Dadurch breitet sich Hirse zunehmend aus und tritt vor allem in trockenen, heißen Sommern verstärkt auf. Innerhalb kurzer Zeit können einzelne Pflanzen ganze Flächen überwuchern.

Was kann man dagegen tun?

Eine chemische Bekämpfung im Rasen ist nicht möglich. Deshalb sind gezielte Pflegemaßnahmen entscheidend.

Einzelne Pflanzen sollten möglichst früh ausgestochen werden. Bei stärkerem Befall ist es wichtig, die Hirse nicht zur Blüte oder Samenreife kommen zu lassen. Regelmäßiges Mähen ist daher unerlässlich.

Auch eine ausgewogene Düngung kann helfen. Zwar profitiert auch die Hirse davon, die gewünschten Rasengräser werden jedoch deutlich stärker gefördert. Gleichzeitig richtet sich die meist flach wachsende Hirse etwas auf und kann beim Mähen besser erfasst werden.

Im Herbst stirbt die Hirse ab. Dann bietet sich die ideale Gelegenheit, den Rasen durch Nachsaaten und eine gute Pflege wieder zu einer dichten, geschlossenen Grasnarbe zu entwickeln.

Dichte und konkurrenzstarke Rasenflächen werden nur selten von Hirse befallen. Sie tritt deshalb vor allem auf lückigen oder frisch angesäten Rasenflächen auf.

Vereinzelt kann Hirse auch auf bestehenden Rasenflächen auftreten. Durch den regelmäßigen Schnitt beim Mähen stellt sie jedoch in der Regel kein Problem dar.

Unsere Empfehlung

Angesichts der in den vergangenen Jahren immer häufiger auftretenden heißen und trockenen Frühjahrs- und Sommerperioden empfehlen wir, Nachsaaten und Neuansaaten möglichst auf den Herbst zu verschieben. Dann herrschen für Rasengräser deutlich günstigere Wachstumsbedingungen, während die Konkurrenz durch Hirse keine Rolle mehr spielt.

 


 

Rasenbewässerung richtig gemacht!

Bestehende Rasenflächen richtig bewässern – Tiefe statt Oberfläche

Für ein tiefreichendes Wurzelsystem und eine gute Trockenheitsverträglichkeit sollte bestehender Rasen seltener, dafür jedoch intensiv (durchdringend) bewässert werden. Tägliches, oberflächliches Gießen schwächt die Gräser, da sich die Wurzeln überwiegend in den oberen Bodenschichten entwickeln. Dadurch wird der Rasen anfälliger für Hitze und Trockenperioden.

Ziel jeder Bewässerung ist es, den Boden bis in eine Tiefe von mindestens 15 Zentimetern vollständig zu durchfeuchten. Ob dies erreicht wurde, lässt sich einige Stunden nach der Bewässerung mit einer Spatenprobe kontrollieren.

 

Wann und wie viel bewässern?

Der tatsächliche Wasserbedarf hängt von Temperatur, Bodentyp, Pflanzenbestand und Pflegezustand der Rasengräser ab.

  • Wassermenge: pro Bewässerungsgang 15 bis 20 Liter Wasser je Quadratmeter ausbringen.
  • Sandige Böden speichern weniger Wasser und benötigen häufiger Nachschub, lehmige Böden können Feuchtigkeit länger halten.
  • Bewässerungsfrequenz bei Hitze: In der Regel genügt eine intensive Bewässerung pro Woche.
  • Bei dauerhaften Temperaturen über 30 °C sollte die Häufigkeit auf zwei bis maximal drei Bewässerungsgänge pro Woche erhöht werden.

 

Der optimale Zeitpunkt

Die beste Zeit für die Rasenbewässerung liegt im Sommer zwischen 3:00 und 8:00 Uhr morgens.

Vorteile der morgendlichen Beregnung:

  • Geringe Verdunstungsverluste
  • Weniger Windabdrift
  • Reduziertes Risiko für Pilzerkrankungen

Eine Bewässerung am späten Abend hält die Grasnarbe über viele Stunden feucht und kann die Entwicklung sowie Ausbreitung von Pilzkrankheiten fördern.

 

Praxistipps

Tritt-Test
Bleiben Fußabdrücke nach dem Betreten sichtbar, leidet der Rasen bereits unter beginnendem Wasserstress.

Dunkelfärbung
Dunklere Bereiche der Rasenfläche weisen häufig auf zunehmenden Trockenstress hin.

Regenmesser verwenden
Stellen Sie Gefäße auf der Fläche auf. Ein Füllstand von 15 bis 20 Millimetern entspricht der empfohlenen Wassermenge von 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter.

 


Die erste richtig heiße Woche 2026 !!

Helfen Sie Ihren Rasenflächen bei der Regeneration:

 

  • Zur Anwendung bei/nach Krankheitsdruck, Nematodenbefall oder Trockenheit
  • Erhöht die Widerstandsfähigkeit in Stresssituationen
  • Bei niedrigen Bodentemperaturen
  • Anwendung von April bis Oktober

 


 

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